Archiv für den Autor: Stefan Pflugmacher

Über Stefan Pflugmacher

Wir sind unabhängige Finanzberater mit 30 Jahren Erfahrung. Wir helfen unseren Kunden die richtige Finanzentscheidung zu treffen, um einen gesicherten Ruhestand zu genießen.

Für jede Anlagedauer die richtige Lösung

Sichere Investmentstrategien sind die hohe Schule. Aber muss man studiert haben um sie zu durchschauen? Nein!

Fragen Sie sich: Möchten Sie gut abgesicherte Rendite oder eine renditelose Sicherheit? Wenn Ihre Antwort lautet: „…gut abgesicherte Rendite…“, ist die einzige Alternative …der Investmentmarkt.

Schauen Sie sich dieses Video bzgl. Aufteilung Vermögen an:

http://pflugmacher.de/aufteilung-vermoegen

Hier gibt es:

  • Dividendenrendite (=Dauerrente)
  • Hohe, globale Streuung (Diversifizierung)
  • Festverzinsliche Wertpapiere
  • Eurokrise/Sicherheit
  • Investitionen in Weltmärkte
  • Schutz vor Enteignung
  • Investition in Sachwerten
  • Flexibilität; jederzeit verfügbar
  •  Unabhängig vom EZBLeitzins.
  • Sondervermögen
  • Jederzeit über die Börse handelbar
  • Tranparent und jederzeit recherchierbar nach Namen, ISIN bzw. Wertpapierkennummern
  • Verschiedene Anlageklassen wählbar
  • Bei der richtigen Anlageberatung: Keine Renditeschmelze durch hohe Kosten. Weder bei den ausgesuchten Fonds noch bei der Depotwahl entstehen hohe Gebühren bzw. Kosten.

Ihr Stefan Pflugmacher

Klug investieren: Immobilien als Kapitalanlage? (Teil 3)

Renditeimmobilien: Investition und Möglichkeiten in sehr guten „B-Lagen“.

Das Ifo-Institut aus München meint, dass jedes Jahr 300.000  neue Wohnungen entstehen müssten, damit der Bestand nicht überaltert. Passiert das nicht, werden die Preise für Wohnraum, zu mindestens in Großstädten Deutschlands, wie z.B. Hamburg, Berlin, München, Frankfurt etc. weiter steigen. In Deutschen  Großstädten  und Toplagen ist der Immobilienmarkt  völlig überhitzt und die Kaufpreise überteuert. Clevere Investoren weichen deshalb auf Randlagen aus, die aber vom „Speckmantel“ der Metropolen profitieren.

Hierzu ein Beispiel aus unserer Region: Augsburg – München. Die mittelgroße Unistadt Augsburg ist ein selbständiger Wirtschaftsfaktor in zentraler Lage zu München mit bester Infrastruktur. Eine sehr gute „Randlage“ von München: mit schneller Anbindung, eigenem Flughafen, Universität, etc.

Für das Beispiel Augsburg wird prognostiziert, daß der Wert von Wohnimmobilien bis zum Jahr 2030 bei sehr günstigen Entwicklung fast 30% höher sein wird als heute. Bei sehr ungünstiger Entwicklung sogar um 5% Wertsteigerung als heute. Augsburg gehört zu den Regionen mit wachsender Bevölkerung und bietet eine Wertstabilität für Immobilien. Sicherheitsbewusste Kapitalanleger werden in solchen Regionen die Gewinner sein.

Zitat: „Vermögen ist nicht nur das, was wir haben, sondern immer auch das, was wir sind“ (Prof. Thomas Druyen, Vermögensforscher)

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„Mitteilung zur Vorlage beim Finanzamt – Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung“

Sie sind Rentner und haben diese Mitteilung, die ab 2009 verschickt wird, bekommen aber aus Vertrauen auf Richtigkeit diese behördliche Mitteilung nie geprüft? Diese Annahme mag in vielen Fällen durchaus richtig gewesen sein allerdings sind Fehler auch nicht ganz selten.
Mit dem Rentenbeginn ab dem Jahr 2005 gab es eine wesentliche Änderung hin zur nachgelagerten Besteuerung. Anstelle des früheren, vom Renteneintrittsalter abhängigen Ertragsanteils wurden für Renten, die spätestens in 12/2005 begannen, 50% der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt. Dieser Anteil wurde und wird jährlich erhöht und beträgt in 2016 beispielsweise bereits 72% und ab dem Rentenbeginn 2040 ist die Rente grundsätzlich voll zu versteuern. Im Übrigen verändern regelmäßige (jährliche) Rentenanpassungen den steuerfreuen Anteil nicht und sind somit zu 100% steuerpflichtig. Lediglich ergänzend sei erwähnt, dass quasi im Gegenzug die Abzugsfähigkeit von Vorsorgebeträgen zur Altersvorsorge als Sonderausgabe steigt! Haben Sie bereits einmal daran gedacht, Ihre Vorsorgebeträge entsprechend anzupassen?

Nun verändern sich die Zahlbeträge der Renten praktisch jedes Jahr. Zunächst können sich die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung verändern. Zudem werden zum 01. Juli jeden Jahres die Rentenwerte (und damit die Rentenhöhe) überprüft und ggf. angepasst und falls möglich erhöht. Damit verändert sich der steuerfreie Anteil am Gesamtbetrag. Durch das Hinzutreten der Mütterrente ab 01.07.2014 musste der steuerfreie Anteil der Rente ebenso neu ermittelt werden. In 2015 ergab sich nochmals die Notwendigkeit einer Änderung, weil erstmalig für ein volles Kalenderjahr die Mütterrente bezogen wurde.

Es ist wohl sehr leicht nachzuvollziehen, dass bei einer derartigen Komplexität durchaus nicht wenige Fehler entstehen können. Und diese Fehler können erfahrungsgemäß sowohl beim Finanzamt als auch bereits bei der DRV entstehen.
Jeder Rentner sollte gemeinsam mit seinem Steuerberater nicht nur den Einkommensbescheid prüfen sondern insbesondere auch die zuvor erwähnte Mitteilung der DRV. Niemals sollten diese Daten ungeprüft in die Einkommenssteuererklärung (Anlage R) übernommen werden.

Dr. Ronald Musil

– Rentenberater -, www.rentenberater-musil.de

Investieren – aber Wo? Immobilien als Kapitalanlage?

Euro- und Währungskrise, Inflationsangst und Niedrigzins sorgen dafür, dass Wohnungen und Häuser gefragt sind wie nie. Anleger sind gut beraten, ihr Geld in Sachwerte zu investieren – zum Beispiel in Wohneigentum. Allerdings ist es wichtig, die richtige Immobilie am richtigen Standort zu finden! Auch wenn der Immobilienwert mit der Inflation steigt, ist eine gute Rendite nicht selbstverständlich. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Immobilie überteuert eingekauft wird, wie z.B. in innerstädtischen Metropolen wie München, Hamburg, Berlin. Überlegen Sie vor dem Kauf genau:

  • Ist der Markt an diesem Standort stabil?
  • Gibt es überhaupt noch Chancen auf Wertzuwachs?
  • Gibt es ein Überangebot an Wohnraum und dadurch zu viel Leerstand?
  • Stimmen die Rahmenbedingungen: Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Freizeitangebot etc.?
  • Beträgt die Jahresnettokaltmiete mind. 4 bis 5%; bzw. 6% bei alten Objekten?
  • Ist es ein Standort mit Wachstumspotential?

Echtes Betongold ist momentan rar gesät. Der Schlüssel zum Erfolg liegt an wichtigen Faktoren wie z.B. der  Kaufpreis. Grundsätzlich gilt: Wer mit einer Immobilieninvestition nicht auf die Nase fallen möchte, sollte darauf achten, an Standorten zu investieren, an denen die Rahmenbedingungen stimmen. Damit Ihnen das nicht passiert, gibt es in diesem kostenfreien eBook: „5 Fehler, die Sie ein Vermögen kosten und wie Sie diese vermeiden“  weitere Informationen.

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Inflationsschutz mit Immobilien

Ihr Stefan Pflugmacher

 

 

 

Finanzierung: Lassen Sie sich nicht in die Irre führen

Wissen Sie wirklich, wie der tatsächliche Effektivzins berechnet wird?  Rechnen Sie wie ein Profi – und  auf gar keinen Fall irreführen lassen. Nur so können  Kostenfallen vermieden werden.

Im Internet findet man entsprechende Effektivzinsrechner. Beim Konditionsvergleich sollte man unbedingt auf versteckte Kosten achten. Das kann richtig viel Geld sparen. Nur ein Vergleich der Konditionen reicht nicht aus. Für Banken und Bausparkassen besteht die Verpflichtung durch den Gesetzgeber  den Effektivzins anzugeben. Obwohl also diese Verpflichtung besteht fallen sehr oft noch versteckte Kosten an.

Zum Beispiel für:

  • Kontoführungsgebühren
  • Notarkosten
  • Gebühren für die Grundschuldbestellung
  • Bereitstellungszinsen
  • Teilauszahlungszuschläge
  • Vorfälligkeit – oder Nichtabnahmeentschädigung
  • Bankinterne Transaktionen
  • Falls erforderlich:  für die Erstellung eines Wertgutachtens
  • Gebühren für Abtretung (z.B. Forward oder Bankwechsel)

Unser Tipp: Der „Effektivzins“ ist  immer noch Definitionssache. Wer nur Konditionen vergleicht, die bei Banken bzw. Bausparkassen im Schaufenster hängen, wird deshalb oft in die Irre geführt.

 Ihr Stefan Pflgumacher
Europäische Währungsunion

Inflation für Immobilien-Investoren

Die Inflation ist die größte, unsichtbare Steuer. Für Immobilien-Investoren bedeutet das: Gute Zeiten; Sie sind auf der Gewinner-Seite!  Denn: bei Inflation sinkt der Realwert von Verbindlichkeiten. Zahlenmäßig bleiben die Kredite zwar gleich, doch die reale Kaufkraft und die die Höhe der realen Verbindlichkeiten verringert sich. Das heißt für Kreditnehmer: Inflation trägt Kredite ab und macht Schuldner reicher. Beispiel: Bei einer 4%igen Inflation wird der Wert eines Kredits in 18 Jahren halbiert. Bei einer 5%igen Inflationshöhe in 14,4 Jahren, bei 6% in 12 Jahren, bei 8 % in 9 Jahren. Wie hoch wird dann die Inflation sein? Keiner kann das sagen. Daher ist es wichtig, bei Investitionen die Inflation grundsätzlich mit zu berücksichtigen. Bitte beachten Sie, dass eine breite Streuung die höchste Sicherheit ist, die Sie bekommen können.

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Investieren in Immobilien: Wichtige Kriterien, die Sie beachten sollten. Kostelose Anforderung unter: info@pflugmacher.de

Ihr Stefan Pflugmacher

 

Kennen Sie die „Diamanten“ einer Investition?

Unser Fokus liegt auf gute und sichere Renditen in der Geldanlage. Aber verstehen Sie mich bitte richtig: Rendite ist nicht alles bei der Kapitalanlage.  Bei Hochglanzprospekten mit Renditeversprechungen von acht und mehr Prozent, die vielleicht zudem nur auf Steuerersparnis ausgelegt sind, warne ich sehr deutlich. Statt nur auf Rendite zu schielen, sollte im Detail geprüft werden, worauf diese Berechnungen basieren.

Hier mal Negativ-Beispiel aus unserer Praxis. Eine „Todsünde“ für Immobilieninvestitionen ist nicht nur z.B. falsche Lage, sondern  der ureigene EGO.  Leider ist das wirklich Praxis und unser täglich Brot:

Ehepaar, aus einem Ort am Starnberger See, will wiederholt in Immobilien investieren. Immobilien sind halt schon mit in die Wiege gelegt worden, und wurden an die Frau reichlich vererbt. Sie ist also die reiche Erbin. Außer natürlich Eigenbesitz am Starnberger-See wurde auch zur Hochpreisphase in München investiert! 1. Fehler: Barzahlung statt in dieser Niedrigzinsphase klug zu finanzieren und das Kapital gut verzinst (z.B. in ein Weltportfolio) anzulegen. Die Dame hatte schon bemerkt, dass diese Investition in München alles andere als klug war. Nun ging es konkret um eine Immobilien-Investition in Augsburg.  Ihr Mann ist Diplom-Ingenieur  in Rente. Mit einem wahren Experten und Augsburg-Insider wurde die angebotene Immobilie von uns auf Herz und Niere gescheckt.  (Diesem Experten war zudem der Verkäufer bekannt). Auch die Verkaufsunterlagen incl. Verträgen wurden gecheckt.

Machen wir’s kurz: Unser Ergebnis nach mehreren Terminen und Telefonaten: Das Angebot war viel zu teuer und in die Verträge mussten unbedingt noch wichtige Hinweise für die Planung, Fertigstellung etc. eingefügt werden. Dieses Immobilieninvestment war aber so oder so mit Rendite-Augen eine Geld-Vernichtungs-Sünde. Schon diese Informationen von uns war für die beiden Investoren mindesten 100.000 €uro wert. Der Mann mußte aber unbedingt  sein EGO durchsetzen, weil er schon vor Augen hatte, daß in die Fenster „Schlitze“ eingebaut werden sollte und die Heizungsanlage und das bla-bla-bla.  Selbstkümmerer, ein Spieler, ein Diplom Ingenieur in Rente, der meint…und  Zeit hat – aber leider keine Ahnung und das Erbe seiner Kinder auf’s Spiel setzt. Er hatte nicht den Mut seiner Frau zu sagen: Schatz, wir sind vor einem großen Fehler bewahrt worden. Und die Frau hatte nicht den Mut, ihren Mann zu bremsen. So wurden nur die Verträge auf Grund unserer Hinweise geändert und die Immobilie gekauft. Schade um’s Vermögen und sehr schade für die Erben!  (und auch schade für uns; mit so viel Dummheit haben wir nicht gerechnet und im Vorfeld keine Preisverhandlung für unser KnowHow geführt). Alle haben verloren  – außer das EGO und der Verkäufer. Das wird nix mit der rentablen Geldanlage – auch nicht für die Zukunft.

TIPP: Gute Rendite? Im Einkauf liegt der Gewinn – auch bei Immobilieninvestments.

Ihr Stefan Pflugmacher

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Wenn die private Altersvorsorge nicht ausreicht wird es „zappenduster“

Kinder zahlen für ihre Eltern, wenn Rente und private Altersvorsorge nicht ausreicht. Vorausgesetzt, die Kinder können es sich leisten und verfügen über ausreichendes Einkommen und Vermögen. Nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches sind Verwandte ersten Grades einander unterhaltspflichtig (Eltern, Kinder). Wie würden Ihre Kinder mit dieser Situation umgehen? Sicher ist, dass in all den Fällen, die uns bekannt sind, stürmische Zeiten zwischen Eltern und Kindern ausbrechen. Ein Sturm der Gefühle, ein Sturm der Angst, ein Sturm der Verzweifelung etc. Hierüber sollten Sie sich frühzeitig Gedanken machen. Eine ausreichende Pflegeabsicherung und Vorsorgevollmachen sollten vorhanden sein. Doch Vorsicht:

„Formulare im Internet haben nicht immer Rechtsicherheit“

Bevor Sie mit einem Anwalt über diese Sachen sprechen fragen Sie nach den Kosten. Es gibt mittlerweile Anwälte, die dieses für ein Fest-Honorar abdecken. Es ist wichtig rechtzeitig das Gespräch mit Ihren Angehörigen zu suchen und sich nach Lösungsansätzen zu informieren. Auch die Lagerung dieser Unterlagen sind wichtig. Wo finden im Ernstfall die Angehörigen diese Unterlagen? Es gibt von der Bundesnotarkammer ein Vorsorgeregister wo diese Unterlagen zentral gelagert werden können. In dem folgenden Link können Sie sich in einem Video informieren (5:22 Min).

http://pflugmacher-news.de/vorsorgevollmacht-sicherheit

Film 2 ist ebenso sehr sehenswert:

https://www.youtube.com/watch?v=48QvbZvfVfs&feature=youtu.be

Ihr Stefan Pflugmacher

 

Zinswunder oder Totalausfall?

Es geht  durch die Medien: Die „German Pellets GmbH“ ist in Schwiergkeiten. Viele Kleinanleger bangen um Ihr Vermögen.

Woran liegt es, dass viele in ÖKO-Anlagen investieren?

Ich denke, viele Bürger haben ein gutes Ansinnen, wenn Sie dort investieren. „Nicht den Banken und Stromversorgern“ das Geld in den Rachen schmeißen, sondern lieber den kleinen Grünen. Das ist es auch, was die Unternehmen, die solche Anlagen konzipieren und anbieten, wissen. Psychologisch sehr gut aufgemacht, an’s (grüne) Gewissen appelliert, kleine Investitionssummen  nehmen (dann klagen auch weniger Anleger), tolle Internetseiten und Prospekte etc., und los geht’s.

Es gibt durchaus sinnvolle Investitionen, wenn ich z.B. an unsere Windkrafträder in der Gemeinde Berg (Starnberger See) denke. Mit Direktinvestitionen kann so etwa auch sinnvoll sein. Aber es bleibt immer eine Investition in nur ein Investment. Geht das schief, ist Geld verloren.

Wer streut rutscht nicht aus!

Das gilt nicht nur im Winter sondern auch bei Geldanlagen. Eine breite Investition ist der einzige Free Lunch, den Sie bekommen können. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn mal 3% verloren gehen.  Ich wünsche Ihnen viel Glück beim Streuen.

Ihr Stefan Pflugmacher

 

Ich habe ein Anrecht auf eine große Witwenrente, erhalte aber nichts ausgezahlt. Ist das richtig?

Diese Frage wird mir nicht nur fast täglich gestellt sondern ist fachlich relativ schnell beantwortet, gleichwohl schwierig genau denjenigen zu erklären, die mit einer entsprechenden Rente kalkuliert haben.

Zunächst unterscheidet der Gesetzgeber u.a. zwischen großer und kleiner Witwenrente (folgendes gilt auch gleich immer für die Witwerrente!).

Die kleine Witwenrente wird dann gezahlt, wenn der Hinterbliebene das 47. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, nicht erwerbsgemindert ist und kein Kind erzieht. Die Höhe der Rente beträgt 25% der Rente auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte und ist auf 24 Monate beschränkt.

Die große Witwenrente kommt demzufolge dann zur Anwendung, wenn der Hinterbliebene das 47. Lebensjahr vollendet hat, erwerbsgemindert ist oder ein eigenes Kind bzw. eines des Verstorbenen erzieht. Die Höhe dieser Rente beträgt 55% der Rente auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte.

Auf Sonderfälle will ich hier auf Grund der Komplexität nicht eingehen.

Dann kann ich meine Witwenrente ja ganz schnell selbst ausrechnen und schon einmal in meine zukünftige Finanzplanung einbeziehen. Aber so einfach ist es dann doch nicht.

  1. Ist der Verstorbene bereits Rentner gewesen, kann eine Vorschusszahlung beantragt werden, die dann in dreifacher Höhe der Rente des Verstorbenen gezahlt wird. Die Rente im Sterbemonat wird in voller Höhe gezahlt und

jetzt beginnt das mögliche Dilemma…

  1. Eigenes Einkommen wird auf die Witwenrente angerechnet. Was genau wird dann angerechnet? Dazu zählen neben Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen auch eigene Einkünfte aus Vermögen oder Betriebsrenten, private (Unfall-)Renten und das Elterngeld. Vergleichbare ausländische Einkommen werden ebenfalls berücksichtigt.

Was bedeutet das nun genau? Grundlage für die Anrechnung bildet zuallererst ein Freibetrag, der in den neuen und alten Bundesländern verschieden  ist, derzeit 714,12 € bzw. 771,14 € und damit nicht wirklich hoch. Vom verbleibenden Nettoeinkommen werden dann 40% auf die Witwenrente angerechnet.

Bei eigenem hohen Einkommen und niedriger Witwenrente kann also der oben beschriebene Fall eintreten, dass die Witwe gerade keine Auszahlung erhält.  Möglicherweise kann ja das eigene Einkommen beispielsweise durch eine verringerte Arbeitszeit (Teilzeit) so gesteuert werden, dass zumindest ein wesentlicher Teil der Witwenrente ausgezahlt wird und damit den Minderverdienst ausgleicht?! Das war zumindest bei dem Fall möglich, der den Anlass zu diesem Beitrag gab.

Dr. Ronald Musil  (Rentenberater )

Internet: www.rentenberater-musil.de